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Wand-Deko weben mit dem Schul-Webrahmen

Hallo meine Lieben,

 

Ich gebe es zu ...ich hänge an der Nadel :)

Häkeln ist meine Leidenschaft!


Aber es gibt auch Tage, an denen ich unbedingt etwas anderes machen muss.

Spielen mit Wolle und Garn eben.


Deshalb habe ich mir einen Schul-Webrahmen zugelegt und einen Wand-Teppich gewebt und geknüpft.

Wobei "Teppich" bei einer Größe von ca 50 cm x 36 cm etwas hoch gegriffen ist.


Eine hübsche Dekoration für die Wand ist es auf jeden Fall geworden.

Deshalb möchte ich Euch einen kleinen Einblick in die Entstehung dieser Wand-Dekoration geben!

 

Gearbeitet habe ich mit einem handelsüblichen Schul-Webrahmen, mit einer Größe von 40 cm x 52 cm.

Für die Webarbeiten wurden verschiedene Garne und Wolle verwendet.

 

  • Kettgarn zum Bespannen
  • Baumwollgarn
  • Beani Wolle, eine Mischung aus Polyester und Polyacryl (der grau-grüne Knäuel auf dem Foto
  • Wolle aus 100% Polyacryl (der dicke weiße Knäuel)
  • sowie gefärbte Merinowolle (die farbigen und weißen, flauschigen Knäule)

Als erstes musste der Webrahmen natürlich bespannt werden.

 

 

Dazu habe ich mir dieses VIDEO   für Anfänger, von  chantimanou, auf  Youtube angesehen!

Chantimanou beschreibt hier schön ausführlich auf was man beim Bespannen und Weben achten sollte.


Alle Kettfäden sind schön gespannt - los geht´s!

Den Anfang machten 12 Webreihen Baumwollgarn zur Stabilisierung der darauf folgenden Fransen.

 



Aus der weißen Polyacrylwolle, wurden etwa 50 cm lange Schnüre geschnitten und immer acht zusammen um je zwei Kettfäden geknüpft. 

 

 

Das ergibt eine Fransenlänge von etwa 24 cm.

Die Fransen wurden ganz zum Schluss nochmal mit der Schere begradigt.


Jetzt kommt die grau-grüne Polyacrylmischung. 

 

 

Diese Wolle wurde in den ersten beiden Reihen komplett durchgewebt. Ab der dritten Reihe wurde links immer ein Kettfaden weniger mitgewebt um eine schräge Kante zu erhalten.

An dieser Kante entlang schlingt sich, immer zwei Kettfäden doppelt nehmend,  je ein Strang roséfarbene und weiße Merinowolle.

 

 

Um wieder eine gerade Kante zu bekommen wurde jetzt mit der grau-grünen Wolle links angefangen.

Erst zwei Kettfäden einweben, nächste Reihe drei, nächste Reihe vier und so weiter. Bis man oben angekommen ist.

 


Weil nochmal Fransen folgen sollten und die Polyacrylmischung weich ist, wurde diese mit ein paar Reihen Baumwollgarn abgeschlossen.

 


Die vorher zurecht geschnittenen weißen Woll-Stränge bilden wie gesagt in der nächsten Reihe noch einmal Fransen. Allerdings nicht über die ganze Breite des Webstücks, sondern nur die linke Hälfte.

 

Der dadurch entstandene Absatz verschwand durch den neuerlichen Einsatz der grau-grünen Polyacrylmischung. 

Dazu wurden zwei Reihen bis zur Kante und nochmal drei Reihen durch das gesamte Stück gewebt.

Darauf kamen wieder Schlingen aus weißer Merinowolle und für einen festen Abschluss sechs Reihen Baumwollgarn.

 


Zum Abketten wird das ganze Webstück entspannt und die Kettfäden werden vom Rahmen genommen.

Ich nehme lieber erst die oberen Fäden vom Rahmen, verknote diese und geh dann erst zu den unteren Fäden. So rutscht nichts auseinander. 

Die oberen Fäden bleiben auch vorerst länger, weil diese noch um einen Ast oder Metallstab geknotet werden!


Wenn alle Fäden vom Rahmen genommen und verknotet sind, folgt das erbauliche vernähen der vielen Einzelfäden.


Fast fertig!

Weil das gute Stück auch an die Wand gehangen werden sollte, habe ich mir einen etwas dickeren Ast gesucht und den, passend zu den hellen Farben, mit weißer Kalkfarbe gestrichen. 

Jetzt noch die oben erwähnten längeren Kettfäden um den Ast geknotet und FERTIG ist die selbst gemachte Wand-Dekoration 

 


Sicher ist es noch nicht perfekt, aber darum geht es zum Glück nicht.

Wichtig ist der Spaß daran und je öfter man sich mit einer Arbeit beschäftigt um so besser wird das Ergebnis!


Habt Ihr es auch schon mal mit weben versucht?

 

Bis bald 

Eure Katharina